Die Abteilung im Obergeschoss des Museums präsentiert die Geschichte der Reichsstadt Friedberg, der Reichsburg und der Burggrafschaft Friedberg. Ein Modell zeigt eine der größten Burganlagen Deutschlands zusammen mit der Stadt. Drei historische Ansichten aus dem 16. Jahrhundert, davon eine über drei Meter breit, lassen die Reichsstadt im späten Mittelalter lebendig werden. Weitere Ausstellungsstücke gehören zur Stadtkirche sowie zur jüdischen Gemeinde in Friedberg, von der in der Altstadt ein Ritualbad erhalten ist.
Ebenfalls in dieser Abteilung wird das sogenannte „Lutherschwert“ ausgestellt, ein Bidenhänder, der dem Reichsherold Kaspar Sturm zugeschrieben wurde. Das Schwert ist im Rahmen von Sonderausstellungen, besonders im aktuellen Lutherjahrzehnt häufiger ausgeliehen. Es wurde 1841 von Nachfahren durch einen Friedberger Buchhändler für 200 Gulden erworben und gelangte zunächst als Dauerleihgabe in das Museum. In den 1970er Jahren wurde es schließlich der Stadt Friedberg geschenkt. Die schneckenförmig aufgerollten Enden der Parierstange zeigen, dass es zum sogenannten deutschen Typ gehört, der um 1520 noch nicht verbreitet war. Neuere Untersuchungen datieren das Schwert deshalb auf das späte 16. oder frühe 17. Jahrhundert.
Eher ungewöhnlich in dem historisch ausgerichteten Museum ist eine Sammlung von Kunstwerken des 20. Jahrhundert mit Werken von Hans Arp, Lucio Fontana, Hermann Goepfert und Ernst Wilhelm Nay. Sie kamen mit dem Nachlass des Friedberger Lyrikers und Essayisten Fritz Usinger an das Museum und haben einen festen Platz im ersten Obergeschoss.
Quellangaben (Textversion vom 17.12.2011):
Text: http://de.wikipedia.org/wiki/Wetterau-Museum
Autoren: http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Wetterau-Museum&action=history
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