Besonders zahlreich und qualitätvoll ist die römische Epoche vertreten. Anziehungspunkt ist dabei die Präsentation des Münzschatzes von Ober-Florstadt, welcher aus 1136 Denaren besteht. Einen seltenen Glücksfall für die Archäologie stellt das Grabinventar aus dem Gräberfeld einer Villa rustica bei Wölfersheim-Wohnbach dar, weil Grabfunde aus dem Umfeld dieser Anlagen relativ selten sind. Die prächtige Ausstattung lässt darauf schließen, dass es sich bei der bestatteten Frau um ein Mitglied der Besitzerfamilie gehandelt hat.
Sehr zahlreich vertreten sind die Steindenkmäler aus römischer Zeit, darunter ein Mithrasrelief sowie zwei cautopates (Fackelträger). Ebenfalls aus dem Friedberger Mithraeum stammen zwei Inschriften von beneficiarii consulares. Vom Kastell Kapersburg sind zwei Steindenkmäler ausgestellt, ein Epona-Relief sowie die Bauinschrift vom horreum. Vervollständigt wird die Steinsammlung von einem Leugenstein der Civitas Taunensium, welcher sich vor dem Treppenaufgang befindet. Es handelt sich um eine der spätesten Inschriften aus dem direkten Hinterland des Limes vor dem sogenannten Limesfall, datiert auf das Jahr 250 n. Chr.
Weitere Vitrinen zeigen Funde zu den Themen Handel und Handwerk, Schreiben und Lesen, Römische Küche und Soldatenleben am Limes. Eine Villa rustica ist als Modell nachgebildet.
Quellangaben (Textversion vom 17.12.2011):
Text: http://de.wikipedia.org/wiki/Wetterau-Museum
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